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ADLER informiert über die neuen Bestimmungen zur Holzschutznorm DIN 68800

Die Holzschutznormenreihe DIN 68800 wurde in einer über sechsjährigen Beratungs- und Normungsarbeit nun grundlegend überarbeitet und ersetzt alle älteren Versionen.


05.10.2012

Die Normenreihe DIN 68800 Holzschutz besteht aktuell aus den drei Teilen: 

  • DIN 68800 – 1: Holzschutz Teil 1: Allgemeines
  • DIN 68800 – 2: Holzschutz Teil 2: Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau
  • DIN 68800 – 3: Holzschutz Teil 3: Vorbeugender Schutz von Holz mit Holzschutzmitteln

Sie regelt den Stand der Technik zur Verwendung von Holzschutzmitteln.

 

Das müssen Fenster- und Türenhersteller über die Normenreihe DIN 68800 wissen: 

  • Die Norm gilt nur in Deutschland. Für andere Länder (z.B. Fensterhersteller in Österreich) ist sie nur beim Export nach Deutschland relevant.

  • Die Norm ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen, auf den vorbeugenden chemischen Holzschutz zu verzichten. 

  • Der bauliche Holzschutz und die natürliche Dauerhaftigkeit der eingesetzten Holzarten haben eine höhere Priorität als der vorbeugende Holzschutz durch Holzschutzmittel.

  • Normen haben keinen Gesetzescharakter und beschreiben den anerkannten Stand der Technik. Die DIN 68800-3 ist aber dann automatisch bindend, wenn zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer keine anderen Vereinbarungen zum Thema Holzschutz getroffen werden.

  • Bei Holzarten der Resistenzklassen 1 bis 3 (z.B. Eiche) kann auf den chemischen Holzschutz verzichtet werden. Achtung: Der Holzlieferant muss einen Splintholzanteil von max. 5% nachweisen.
      
  • Ein Schutz mit ADLER Aquawood Tiefenimprägnierung oder Aquawood TIG bietet die höchste Sicherheit vor späteren Schäden durch Pilzbefall, auch im Falle eines möglichen Fehlverhaltens Dritter (z.B. hohe Feuchtigkeitsbelastung während der Bauphase).

  • Es empfiehlt sich, die  Einzelteile zu imprägnieren (z.B. mit ADLER Aquawood TIG oder Aquawood Tiefenimprägnierung), bevor sie verleimt werden.

  • Generell fordert die Norm, sämtliche Holzschutzmaßnahmen mit dem Kunden zu vereinbaren und zu dokumentieren, besonders, wenn vorbeugender chemischer Holzschutz eingesetzt wird.

  • Die Dokumentationspflicht des chemischen Holzschutzes in den Begleitpapieren entfällt bei CE-gekennzeichneten Holzbauteilen. Ist kein CE-Kennzeichen vorhanden, muss der Einsatz von chemischem Holzschutz lt. Beispiel dokumentiert werden.

Weitere detailierte Informationen finden Sie in der dazugehörigen Arbeitsrichtlinie:

Zum ADLER Online-Shop: