Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen.
OK

Die Zukunft gehört dem Holz!

Wo liegen die Trends im Holzbau? Welche Vorteile bringt das Bauen mit Holz und welche Entwicklungen zeigen sich bei Holzschutz bzw. Holzveredelung? Aufschluss darüber gibt uns Dipl. Ing. (FH) Richard Mölk, der bei ADLER für den Verkauf von Beschichtungen für den Holzbau zuständig ist, im folgenden Interview.


12.03.2012

Redaktion: Welche Trends im Holzbau haben sich bei den großen Holzbauveranstaltungen der letzten Monate gezeigt?

Mölk: Wichtige Impulse im Holzbau sind derzeit das Thema Nachverdichten und Aufstockung im städtischen sowie ländlichen Bereich. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Grund und Boden sind sehr teuer und die Ressourcen knapp. Die Ausführungen dichter Bauweisen, Nachverdichtungen oder auch Sanierungen werden staatlich gut gefördert und sind somit äußerst attraktiv, da viele Privatpersonen bei dem derzeitigen Zinsniveau lieber in ihr eigenes Heim investieren. Besonders im städtischen Raum sind z.B. Dachgeschossausbauten im Trend. Ein Ausblick fern über alle Dächer ist sehr begehrt, weshalb mit solchen Wohnungen hohe Wiederverkaufserträge erzielt werden können. 

 

Redaktion: Ist so eine Aufstockung mit Holz technisch überhaupt realisierbar?

Mölk: Ja, denn die Holztechnik hat sich stark weiterentwickelt. Ein mehrstöckiges Haus komplett aus Holz zu bauen wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Doch heute ist dies problemlos möglich wie z.B. das 8-stöckige Holz-Hochhaus in Bad Aibling beweist. Statische Probleme sind gelöst und Holz-Hochhäuser erprobt. Außerdem ist Holz feuersicherere als viele bisher angenommen haben, weshalb heute sogar Feuerwehrschulen aus Holz gebaut werden. Auch öffentliche Großgebäude wie Schulen, Kindergärten, Seniorenheime oder Büros werden aus Holz gebaut und dieses Bestreben nach einem nachhaltigen Wohnbau als Beitrag zur Umwelt steht hoffentlich erst am Anfang. 

 

Redaktion: Wo liegen die Vorteile beim Bauen mit Holz?

Mölk: Ein großer Vorteil beim Bauen mit Holz liegt an der kurzen Bauzeit. Diese lässt sich auf eine nicht bzw. kaum vorhandene Baufeuchte und den hohen Vorfertigungsgrad zurückführen. Viele Einzelteile können bereits in der Produktionshalle des Holzbauers vorgefertigt werden, sodass die sonst so teure Ausführung auf der Baustelle recht kurz ausfällt, da nur noch die Montage und Installation bleibt. So kann z.B. ein achtgeschossiges Hochhaus innerhalb von vier Wochen errichtet werden und das ist einfach sensationell. Das Verhältnis zwischen Eigengewicht und Bruchfestigkeit ist bei Holz sehr gut, weshalb sich sehr schlanke Konstruktionen verwirklichen lassen.

 

Auch in Stilfragen ist Holz Facettenreich. Egal ob ländlich, modern, städtisch oder gediegen, jeder architektonische Stil lässt sich mit Holz problemlos realisieren. Dafür stehen einige heimische Holzarten wie Fichte, Kiefer, Lärche oder Eiche zur Verfügung. Doch nicht nur äußerlich, sondern auch mit seinen inneren Werten punktet der natürliche Baustoff auf ganzer Linie. Holz ist feuchtigkeitsregulierend. Es kann beträchtliche Mengen von Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder abgeben, was sich äußerst positiv auf das Raumklima auswirkt und den darin wohnenden Menschen positiv beeinflusst.

 

Redaktion: Was sind die Zukunftsthemen im Holzbau?

Mölk: Schritt für Schritt zur Nullenergie. Die EU stellt mit einer neuen Gebäuderichtlinie Weichen für ein energieeffizientes Bauen in der Zukunft. Ab Ende 2020 müssen alle Neubauten Niedrigstenergie bzw. Nullenergiegebäude sein. Durchaus denkbar also, dass „Energieverschwendung“ in welcher Form auch immer irgendwann sogar besteuert wird. Somit sollte bereits heute ein grundlegender Trend zum ökologischen und energiesparenden Bauen erfolgen. Mit Holz z.B. sind solche Null-Energie-Häuser leichter und vor allem kostengünstiger zu realisieren als mit anderen Baustoffen, weshalb auch aus diesem Grund ein vermehrter Holzbauanteil zu erwarten ist.

 

Redaktion: Wie sieht es mit Holzfassaden aus?

Mölk: Holzfassaden waren in den letzten Jahren weniger Trend, sind aber wieder stark im Kommen und Dank der tollen architektonischen Möglichkeiten sehen diese auch sehr modern aus. 

 

Redaktion: Welche Trends setzen sich in puncto Holzschutz und -veredelung bei Fassaden durch?

Mölk: Trends sind derzeit Metalliceffekte wie z.B. Lignovit Platin oder Pullex Silverwood von ADLER. Diese Holzschutzprodukte geben der Fassade eine edle silbergraue Optik und greifen so einer natürlichen Vergrauung vor. Somit hat das Objekt von Anfang an einen schönen gleichmäßigen metallischen Schimmer. Ein Beispiel dafür ist die Passivhausanlage am Klagenfurter Lendkanal die mit der ADLER Holzlasur Pullex Silverwood beschichtet wurde.

 

Redaktion: Und wenn einem das zu futuristisch ist?

Mölk: Es gibt natürlich auch noch andere Holzfarben oder man verwendet ein farbloses Holzschutz-System um einen perfekten Wetterschutz zu erreichen und totzdem die Eigenfarbe des Holzes zu erhalten. ADLER bietet dazu einige Holzlasuren und Holzfarben aus der Pullex Reihe an wie z.b. die Pullex Plus-Holzlasur.

 

Redaktion: Was gibt es bei Fassaden sonst noch zu beachten?

Mölk: Speziell bei Harzreichen Hölzern (z.B. Lärchenholz) und glatten Oberflächen ist das Beschichten eine echte Herausforderung. Harzreiche Hölzer nehmen weniger Holzlasur oder Holzfarbe auf. Somit erfolgt eine ungleichmäßige Abwitterung die optisch unschöne Flecken verursachen kann. Glatte bzw. geschlossen-porige Oberflächen erschweren ebenfalls das Eindringen der Holzschutz-Beschichtung. Viel besser sind geschliffene oder sägeraue Oberflächen denn je rauer das Holz umso besser haftet die Holzlasur oder -farbe. Etabliert haben sich Holzschutz-Systeme wie Lignovit Protect oder Pullex Holzöl, diese sorgen für eine dünnschichtige, natürliche Oberfläche und beugen so Abblättern und Fäulnis vor.

 

Konstruktiver Holzschutz, ein richtiges Anstrichsystem und eine regelmäßige Pflege und Wartung sind also entscheidend für eine lange Lebensdauer der Holzfassade. Doch auch eine alljährliche optische Kontrolle beugt Schäden vor und zählt somit bereits zur Wartung die keineswegs mit großer Arbeit verbunden ist. Und dank der über 165 ADLER Farbenmeister sind die ADLER-Pflegeprodukte leicht zu beziehen. Somit steht einer schönen Holzfassade nichts im Wege.

Beschreibung Größe Format
Broschüre ADLER Lignovit Holzschutz 2.8 MB PDF

Zum ADLER Online-Shop: