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Musig-Muse: Eine Harmonika vom Kaiser

Die Liebe zur Musik war ihm schon in die Wiege gelegt. Die Liebe zum Schreinerhandwerk ebenso. Jetzt kann Quirin Kaiser jun. – Tischlermeister in 5. Generation und begnadeter Harmonikaspieler – beide Leidenschaften vereinen. Der 26-Jährige baut seine eigenen Harmonikas: Instrumente in handwerklicher Perfektion für Profi- und Hobbyspieler. „Wir legen Wert auf höchste Qualität, die sich im Klang und dem einzigartigen, individuellen Design zeigt“, betont der Chef der Firma „Ziach-Kaiser“.


19.11.2015

FINGERSPITZENGEFÜHL

Für seine „Ziach“ verarbeitet er die edelsten Hölzer – Olive, Rosenholz, Ebenholz, Palisander, Thuja Maser, Zirikote, Kirsche, Zwetschke, Apfel, aber auch Fichte, Lärche, Zirbe. Den Wünschen seiner Kunden sind keine Grenzen gesetzt. Typisch für seine Instrumente sind leicht geschwungene Holzecken und die in aufwändiger Handarbeit geschnitzten Balgrahmen. „Jedes Holz hat seine Eigenheiten. Im Harmonikabau müssen wir sehr präzise arbeiten, damit das Instrument später keine Luft verliert, Optik, Mechanik und Klang perfekt harmonieren. Bei Massivholz, das wir ausschließlich verarbeiten, erfordert das viel Fingerspitzengefühl.“ Gefühl, das der junge Bayer mitbringt: „Bei uns in der Familie wurde immer musiziert“, erzählt er. Schon als Vierjähriger erlernte er am Schoß von Opa Quirin Kaiser sen. die ersten Stückeln auf der Harmonika, mit 15 unterrichtete er bereits eigene Schüler. Als Mitglied der „Weißngroana“ oder der „Riedwinkl Musi“ ist Kaiser heute mit seinen Harmonikakünsten landauf, landab zu hören.  

HARMONIKA-HANDWERK

Zugleich blieb er aber auch dem elterlichen Handwerk treu: Schließlich liegt das Schreinern der Familie Kaiser im Blut. Schon seit 1891 existiert die Schreinerei Kaiser in Niclasreuth, einem kleinen Ortsteil von Aßling, Oberbayern. Natürlich begann auch der jüngste Quirin 2005 seine Schreinerlehre – und baute zum Ende hin bereits die ersten Harmonikagehäuse. 2011 legte er die Meisterprüfung ab und begann intensiv an einem eigenen Ziach-Prototypen mit einer neuen Bassmechanik zu tüfteln. Heute baut Kaiser mit seinem achtköpfigen Team zwischen 50 und 70 Harmonikas im Jahr. Und Musikanten nehmen durchaus auch längere Wartezeiten für „ihre“ persönliche Kaiser-Ziach in Kauf. „Eines der außergewöhnlichsten Instrumente, das wir je gebaut haben, war eine Harmonika in Zirikote, der Balg in grün-goldener Seide, die Ecken und Knöpfe in Bein (Knochen), mit handgeschnitztem Balgrahmen“, schildert Kaiser. 

KOMPETENZ-KAISER

Die enorme Vielfalt an verarbeiteten Materialien bringt natürlich besondere Herausforderungen mit sich: „Jede Holzart ist anders und wir müssen richtig darauf reagieren, etwa durch die Verwendung von unterschiedlichen Leimen oder Oberflächenprodukten“, sagt er. Da ist Kaiser froh, mit ADLER-Außendienstmitarbeiter Sepp Doff einen Experten zur Hand zu haben, der ihn zur besten Lack-Lösung berät. „Wir bekommen bei der Firma ADLER hochwertige Produkte, um exklusive Instrumente herzustellen – und das ganze sehr zuverlässig mit einem Top-Service“, trifft der Musik-Meister auch bei seinem Lob den richtigen Ton.

 

Verwendetes Material: ADLER Legnopur G50 & G30 

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