Worauf hat Ihr Haus heute Lust? Rot? Türkis? Oder Lilablassblau? Auch Wohnraum- und Fassadenfarben gehen mit der Zeit. Doch woher wissen, was das schicke Haus von heute gerade trägt? ADLER und die Farbdesignerin Daniela Späth verraten, welche Wandfarben und Fassadenanstriche 2012 gefragt sind.
17.02.2012
UND WAS SIND IHRE KOMPETENZEN RUND UMS THEMA FARBEN?
Ich bin im elterlichen Handwerksbetrieb aufgewachsen und habe den Geruch von Farbe bereits von Kindesbeinen an aufgesogen. Ich habe dann auch meinen Meister als Maler- und Lackiererin gemacht. Außerdem habe ich einen Abschluss als staatl. gepr. Gestalterin und ein berufsbegleitendes Studium zur Farbdesignerin absolviert. Seit 2011 doziere ich an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften.
In meiner 20-jährigen Tätigkeit als Farbdesignerin habe ich Hunderte von Projekten im In- und Ausland gestaltet. Erst durch die Praxis lernt man, mit Farben differenziert umzugehen und die Theorie umzusetzen.
VERRATEN SIE UNS WAS 2012 IN IST?
Wenn wir den zyklischen Verläufen folgen, werden die Fassadenfarben insgesamt weniger bunt sein. Es gibt einen klar erkennbaren Trend zu sehr hellen Pastelltönen bis hin zu Off-White-Nuancen. Daneben ist auf der Fassade der Beige-Bereich sehr trendig wie es allgemein eine Tendenz zu natürlichen Baustoffen und an die Natur angelehnten Farbtönen gibt. Die Fassade „protzt“ weniger mit expressiven Farben, Understatement ist angesagt. Dazu passen die ADLER-Farbfächer „Style-Weiß“ und „Pastells“, an deren Entwicklung ich beteiligt war.
Das große Thema in 2012 sind Muster, Strukturen und ausgefallene Oberflächengestaltungen. Auf der Fassade erleben alte Putzstrukturen wie Kellen- und Besenwurf eine Renaissance, aber auch Lasurtechniken oder metallische Glanzeffekte. Verschiedene Materialien werden effektvoll miteinander kombiniert. Da finden wir Holz neben Metall, Glas und muralen Elementen. Im Innenraum sind die Color-Emotion-Effekte von ADLER die Antwort auf diesen Trend: Mit diesen Wandfarben lassen sich Stein- und Metalleffekte ganz einfach malen.
Die Phase bunten Farbüberschwangs ist vorbei. Wer in 2012 sein Haus noch knallrot oder quietschgelb streicht, wird bereits übermorgen mit dem Stempel „out“ leben müssen. Schreiende Farbkombinationen und knallige Farben sind auf dem absteigenden Ast.
Grün – eigentlich die unbeliebteste aller Fassadenfarben – erlebt dagegen ein Comeback. Und zwar nicht nur das klassisch grüne Stadthaus, das nicht mit der natürlichen Vegetation konkurriert, sondern auch das moderne Flachdachgebäude mitten in der Natur. Der Tarneffekt ist dabei erwünscht, Rückzug und Unauffälligkeit beabsichtigt.
Da ich Trendverläufe bereits seit vielen Jahren beobachte, weiß ich, dass Trends nicht gemacht werden, sondern ein Spiegel gesellschaftlicher Befindlichkeit sind. Ethisch vertretbares Handeln wird künftig die Handlungsstrategien von Unternehmen, Staaten aber auch Einzelpersonen beeinflussen. In diesem Kontext ist auch das gestalterische Understatement zu verstehen. Protzen ist „out“, Rückzug ist „in“. Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte dringen als Kaufargument bis zum Konsumenten durch.
Trends manifestieren sich durch die auf dem Markt angebotenen Produkte. Bei Farben sind das die Farbfächer und Farbkollektionen, die dem Kunden angeboten werden. Dazu gehören zeitlose Kollektionen wie der ADLER „1200er-Fächer“ und auch Trendkollektionen von kürzerer Lebensdauer.
Neben technischen Produktinnovationen werden auch Oberflächentechniken entwickelt, die sich an den aktuellen Bedürfnissen des Marktes ausrichten, wie eben die ADLER Color-Emotion Effekte.
Produktkatalog: ADLER Fassadenfarben
Produktkatalog: ADLER Wandfarben