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Ein Material, mehr Zweck

Ein Material, mehr Zweck

Aufgabe: Blaubeuren, Erholungsort im malerischen Alb-Donau-Kreis auf der Schwäbischen Alb (D), braucht eine neue Mehrzweck- und Freizeithalle für Sport und Kultur. Entscheidung: Mitten auf die grüne Wiese, zwischen die Stadtteile Beiningen und Pappelau bauen. Ergebnis: viel Licht, sehr viel Holz, mehr Zweck.

DIE UMGEBUNG BAUT MIT

Die Entscheidung der Stadt Blaubeuren, die neue Mehrzweckhalle zwischen die beiden Stadtteile Beiningen und Pappelau auf die grüne Wiese zu setzen, war nicht unumstritten“, erzählen die beiden Architekten Jens Krimmel und Kay Frahm. Der Neubau sollte der erste Baustein für eine neue Mitte der zusammenwachsenden Stadtteile sein und das ist er auch. Die Gebäudelängsseiten orientieren sich exakt zu den beiden Ortschaften in der Ferne und bauen in der inneren Gebäudestruktur wichtige Blickbeziehungen zu ihnen auf.

Jens Krimmel und Kay Frahm haben ihren Entwurf an die besondere Lage – in Sichtweite zweier Ortschaften, umgeben von Feldern und Wald – angepasst: Material, Form und Funktionen der Sport- und Veranstaltungshalle tragen der Umgebung Rechnung.

HAUPTDARSTELLER: HOLZ

Dabei spielt der Baustoff Holz eine zentrale Rolle. „Holz ist ein nachwachsender und CO2-neutraler Rohstoff. Es stellt damit die Basis für unser ökologisches und nachhaltiges Konzept dar. Außerdem ist Holz als Baustoff in der ländlichen Umgebung traditionell beheimatet, auch das hat uns inspiriert“, sagt Jens Krimmel. Er und sein Partner haben für alle tragenden Bauteile wie Dachtragwerk und Deckenkonstruktionen, für den Großteil der Innenoberflächen und auch für die Außenhülle auf Holz gesetzt. Fichte, Eiche und Douglasie geben dem Gebäude sein Gesicht und sein Herz. Die Fassade ist mit senkrechten, sägerauen Douglasieleisten verkleidet, die als homogene Hülle um den gesamten Baukörper laufen. Um die Fenster ist der Abstand der Leisten größer – je nach Raumnutzung fällt so ausreichend Tageslicht in die Räume. „Die Douglasieleisten bilden die äußere, harte Schale. Auf der Süd- und der Westseite öffnet sich das Gebäude durch die schrägen Wände nach innen. Hier besteht die Fassade bereits aus den Fichtenholzplatten, die die ‚weiche‘ Materialität des Innenraums ankündigen“, erklären Krimmel und Frahm.

ADLER SCHAFFT ATMOSPHÄRE

Diese Fichtenplatten außen sind mit ADLER Lignovit Protect Finish beschichtet. Auch innen kommt mit ADLER Lignovit Interior UV100 eine Holzveredelung auf Wasserbasis zum Einsatz, die das helle Fichtenholz vor Vergilbung bewahrt und es auf Dauer so frisch aussehen lässt wie am ersten Tag. So bleiben alle Holzoberflächen im Innenraum, die Brettschichtholz-Bauteile und alle Dreischichtplatten an Wänden und Decken – insgesamt 4.500 Quadratmeter – so hell und natürlich, wie die Architekten sie haben wollten. „Wir haben Lignovit Interior eingesetzt, um die hellen Holzoberflächen, die die Raumatmosphäre in der Halle prägen, langfristig so zu erhalten und einer gelben Verfärbung vorzubeugen. Außerdem hat ADLER Lignovit im Vergleich zu anderen Produkten eine höhere Wasserbeständigkeit. Das war beim Aufbau der Tragkonstruktion wichtig, weil diese zeitweise dem Wetter ausgesetzt war“, sagt Jens Krimmel.

 

Der Kreis schließt sich

 

Das mächtige Dachtragwerk, das so geschützt wurde, überspannt den 20 Meter breiten Hallenraum und schafft durch seine Formgebung der ineinander greifenden Dachbinder eine verbindende Struktur für alle Raumbereiche der Halle. Denn diese ist, wie der Name schon sagt, für viele Zwecke geeignet:  Zentraler Bereich ist das Foyer, das durch einfache Veränderungen multifunktional nutzbar ist und dank direktem Anschluss an die Küche problemlos bewirtschaftet werden kann. Der Kulturbereich ist im Obergeschoss angesiedelt und über einen Luftraum an das Foyer angeschlossen. Eine Galerie kann für kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Auch der Sportbereich ist in beiden Geschossen direkt mit dem Foyer verbunden. Trotz dieser strukturellen Verbindung sind Kultur- und Sportbereich räumlich getrennt und lassen sich unabhängig voneinander nutzen. Der Flur im Obergeschoss der Halle dient gleichzeitig als Zuschauergalerie und bietet neben den spannenden Ausblicken auf die Sportereignisse auch spannende Ausblicke in die Umgebung: nach Norden (Beiningen) und nach Süden (Pappelau). So schließt sich der Kreis zwischen Umgebung und Gebäude, zwischen außen und innen, zwischen Natur und Holz als natürlichem Werkstoff.

 

Fotos: LOOK!MediaProjekt

Projekt Fakten
Objekt
Mehrzweck- und Freizeithalle Blaubeuren (D)
Verwendete Produkte
Planer
Jens Krimmel und Kay Frahm

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