
B wie Bergwerk, B wie Berchtesgaden, B wie Barz: Ein Buchstabe, drei Begriffe, die zu einem „Be“eindruckenden Gesamterlebnis zusammengefunden haben. Einem Erlebnis, das seinen Ursprung tief im Berg hat. Und das unserem Leben im wahrsten Sinne des Wortes Würze verleiht. Jahrhundertelang – denn von 1517 an wurde aus dem Haselgebirge ein kostbarer Schatz geborgen. Salz.
Das weiße Gold hat bis heute nichts an Faszination eingebüßt. Wie es in mühseliger Arbeit dem Berg abgerungen wird, können Besucher im Salzbergwerk Berchtesgaden schon seit mehreren Jahrzehnten miterleben. Doch seit Pfingsten 2007 dringen die Gäste nicht nur unter Tag, sondern auch gleich in eine ganz neue Dimension vor. Das Schaubergwerk wurde einer kompletten Umgestaltung unterzogen. Von einem Meister des Erlebniswelt-Faches – dem Architekten Mathis Barz. Er zeichnete zusammen mit André Heller für die Swarovski Kristallwelten oder auch für die Neugestaltung des Wiener Riesenrads verantwortlich. Und so verwundert es nicht, dass auch aus dem Bergwerksprojekt keine fade Tiefen-Tour, sondern ein mystisch-schillernde „SalzZeitReise“ geworden ist.
Der Ausflug in die „Schatzkammer der Menschheit“ beginnt schon vor dem Eintritt in das neue Besucherzentrum: Kubische Strukturen überziehen das begehbare Dach wie riesige Salzkristalle. Der Stoff aus dem Bergesinneren blüht an den Gebäudekanten aus, hinterlässt Glitzerstreifen an der Glasfassade. Transparenz und klare Formen bestimmen auch das Innenleben. Dort mussten die verschiedensten Elemente Platz finden – von der Ticketkasse über die Kleiderausgabe bis hin zum Salz-Shop. Sie verbindet eine schwungvolle Gestaltung mit warmen Farbtönen und ansprechenden Oberflächen: So schlängelt sich etwa eine 70 Meter lange Sitzbank an der mit Informationen bestückten Rückwand entlang.
Dieses Prachtstück und alle anderen einrichterischen Raffinessen wurden von der Holzmanufaktur Auer – ebenfalls einem Experten für anspruchsvolle Großprojekte – umgesetzt. „Lackiert wurden die Oberflächen mit ADLER PUR-Natureffekt und ADLER Pigmopur in Rot- und Grautönen“, schildert Heinrich Auer vom Innsbrucker Paradeunternehmen. Durch die harmonische Farbgestaltung entsteht eine eindrucksvolle Kulisse für das wertvolle Geschenk der Erde. ADLER Lacke waren also wieder einmal buchstäblich das Salz in der Suppe! Fotos. Mathis Barz