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Die Feuerwehrzentrale Steinbach

Built to resist

Die Feuerwehrzentrale Steinbach

Wer kommt auf so eine Idee? Eine Feuerwehrzentrale in Vollholzbauweise! Das kann nur ein abgehobener Planer gewesen sein, der keine Ahnung von der Materie hat? Weit gefehlt! Es war ein Feuerwehrmann höchst persönlich: der Tischlermeister – und Feuerwehrmann eben – Franz Schmeißl, Inhaber der Firma Baumfreund in Steinbach, Oberösterreich.

NUR DAS NAHELIEGENDE

Bei genauerer Überlegung überrascht es sogar, dass es in Oberösterreich noch nie eine Feuerwehrzentrale ganz aus Holz gegeben hat. Schließlich ist Holz – bei richtiger Konstruktion – keineswegs brandgefährlicher als andere Bauweisen und außerdem der naheliegendste Baustoff, den es in Oberösterreich gibt. „Zwei Drittel unseres Gemeindegebiets sind Wald“, erklärt Franz Schmeißl. „Das ganze Holz für den Bau stammt ausschließlich aus diesen umliegenden Wäldern, von Landwirten aus dem Ort. Es ist einfach unser regionaler Baustoff.“ Der Bau ist überhaupt ein Vorzeigeprojekt in Sachen lokaler Wertschöpfung: Geschnitten wurde das Holz im örtlichen Sägewerk Aitzetmüller, der Zimmereibetrieb Franz Bammer, der die Vollholzwände gefertigt hat, ist in der Nachbargemeinde. Außerdem ist Holz ökologisch: nachwachsend, umweltschonend und ideal für eine energieeffiziente Bauweise. Mit diesen Gründen überzeugte Franz Schmeißl die Projektleitung von der Vollholzbauweise und unter dieser Prämisse wurde der Architekturwettbewerb dann auch ausgeschrieben. Gewonnen haben ihn die Linzer Architekten Zellinger Gunhold & Partner. Gemeinsam mit dem Künstler Gerald Lohninger haben sie etwa die Garagentore effektvoll gestaltet: Auf den ersten Blick sind es nur rote Streifen, auf den zweiten sind der Schriftzug „Feuerwehr“ und die Notrufnummer 122 darin versteckt.

BIS INS INNERSTE

Aber was heißt Vollholzbauweise in diesem Zusammenhang überhaupt? Hier geht es nicht darum, dass ein vermeintlich feuersicherer Betonbau eine schicke Holzfassade bekommen hat. Hier geht es darum, dass ein ganzes Haus aus Holz gebaut wurde, und zwar bis zum kleinsten Detail: Keine Metallschrauben, sondern Holzdübel halten die Feuerwehrzentrale Steinbach im Innersten zusammen. „Die Vollholzbauweise ermöglicht atmungsaktive Speichermasse, die Luft und Feuchtigkeitsunterschiede ausgleichen kann“, erklärt Franz Schmeiß.

 

Nichtsdestotrotz hat das hoch funktionale Gebäude natürlich dennoch eine schicke Fassade bekommen: Der geradlinige, silbrige Bau steht mit der benachbarten Kirche in einem reizvollen Wechselspiel zwischen Tradition und Moderne. Der Wasserturm der Feuerwehr – natürlich auch ganz aus Holz – korrespondiert mit dem Kirchturm, ohne ihn Nachzuahmen. Die silbrig-graue Beschichtung des Lärchenholzes stammt von ADLER und heißt Pullex Silverwood. Sie nimmt das Wechselspiel ebenfalls auf: Einerseits wirkt sie durch den Silbereffekt modern und erinnert andererseits an die witterungsbedingte Vergrauung traditioneller Heustadel – nur dass sie das Holz natürlich genau vor dieser Witterung schützt. Den speziellen Farbton der Steinbacher Feuerwehr ergibt eine 1:1:1-Mischung der Pullex-Silverwood-Farbtöne Silber, Altgrau und Farblos, mit der die Lärchenfassade zweimal gestrichen wurde. 

AUCH IM INNEREN

Nicht nur im Innersten, auch im Inneren gibt Holz den Ton an. Und auch hier hat Massivholztischler Schmeißl es mit Beschichtungen von ADLER veredelt: Die Innenwände schützt ADLER Lignovit UV 100, eine wasserbasierte Lasur, die helle Nadelhölzer im Innenraum vor lichtbedingtem Vergilben und Nachdunkeln bewahrt. Die Möbel sind naturnah mit ADLER Legno-Öl beschichtet – vom Kirschholz-Tisch mit Einlegearbeiten aus Ahorn, über alle Kästchen und Schränke bis hin zur kleinen Mannschaftsküche.

 

Bleibt nur noch zu hoffen, dass Franz Schmeißl und seine Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Steinbach dort viel Zeit zum Kaffetrinken haben und ihre wunderschöne, neue Einsatzzentrale nur für Übungen verlassen müssen.

Projekt Fakten
Objekt
Feuerwehrzentrale Steinbach, Oberösterreich
Verwendete Produkte
Planer
Architekt Zellinger Gunhold & Partner Künstler Gerald Lohninger
Ausführende Firmen
Zimmereibetrieb Franz Bammer

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