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Ein Haus vereint Gegenwart und Vergangenheit

Ein Haus vereint Gegenwart und Vergangenheit

Wer dieses Haus sieht, glaubt eines ganz bestimmt nicht: Dass es 1960 gebaut wurde. In seiner klaren Formensprache und mit der eleganten, silbrigen Holzfassade sieht es dafür viel zu modern aus. Und tatsächlich verdankt dieses Wohnhaus in der Steiermark seinen unverwechselbaren Charakter einem Um- und Ausbau der jüngsten Zeit. Für diesen zeichnen sich verantwortlich: Die Bergwerk Architekten ZT GmbH in Graz und die Firma Pichler Holzbau in Flöcking / Gleisdorf.

 

Offene Vereinigung

Unangetastet blieb eigentlich nur das bestehende Kellergeschoss. Das Erdgeschoss ließen die Bauherren energietechnisch und raumqualitativ komplett sanieren. Der Bauherr, das ist übrigens der Architekt Jürgen Trixl selbst, mit seiner Frau. Zusammen mit dem Holzbauer haben die Beiden ihr neues Zuhause geplant. Willkommen heißt sie dort jetzt eine einläufige Treppe, die zum Eingangsbereich führt, der von der oberen Terrasse überdeckt wird. Solcherart angenehm beschattet und rundherum windgeschützt dient er auch als Mittagsterrasse. 

Im Erdgeschoss vereinen sich ein L-förmiger Massivbauteil und ein Holzbauteil, die sich um eine zentrale Wendeltreppe gruppieren. Um das Vereinen geht es auch innen: Zwischen Essbereich und Küche fiel eine Wand und nun funktionieren beide zusammen mit Eingangs- und Wohnbereich als offene Wohnzone. An der Ostseite wird diese von einer Frühstücksterrasse im Freien erweitert, die die Bewohner in den Genuss der ersten Sonnenstrahlen bringt.

 

Hölzerne Aufstockung

Besonders bemerkenswert ist aber das Obergeschoss: Das alte wurde komplett abgerissen und durch eine Aufstockung in Holzbauweise ersetzt. Der zentrale, offene Raum in diesem Geschoss fungiert als Heimbüro und Bibliothek, aber auch als Rückzugsbereich mit Aus- und Überblick. Eine südseitige Erweiterung des Wohnraums, die von außen aussieht, als trüge das Gebäude eine Brille, birgt innen eine neuartige Sitz- und Lesegelegenheit mit herrlichem Ausblick. Im Ostteil sind drei Räume durch eine Schleuse vom restlichen, offenen Teil des Hauses akustisch und optisch bewusst getrennt. Dort bieten drei Schlafräume Ruhe und Erholung. An der Westseite eröffnet das Badezimmer mit großzügiger Glasfläche Ausblicke in die Umgebung. Die vorgelagerte Abendterrasse ergänzt den vielfältigen „Freiflächen-Luxus“, der für jede Tageszeit die richtige Terrasse zu bieten hat.

 

Spannende Farbgebung

Von außen prägen diese Freiflächen das Gebäudebild, zusammen mit der „Brille“ und vor allem der Fassadengestaltung: Die Fassade besteht aus unterschiedlich breiten, stehenden Fichtenhölzern, die mit Pullex Silverwood im Farbton Aluminiumgrau perfekt imprägniert wurden. Die Lasur schützt das Holz vor Witterungseinflüssen, nimmt aber gestalterisch das schöne Silber natürlich verwitterten Holzes vorweg – ganz gleichmäßig und dauerhaft schön. „Pullex Silverwood sorgt für die spannende Farbgebung des Hauses, die sich je nach Belichtung ändert“, schwärmt Architekt und Bauherr Jürgen Trixl. Zwischen den Hölzern schimmert das schwarze Stamisol Windpapier hervor und sorgt für zusätzliche Akzente. 

Generell war das Bekenntnis zum Werkstoff Holz klar: Sämtliche Bauteile, die konstruktiv aus Holz bestehen, haben auch außen eine Holzfassade. Der aus den 60er-Jahren stammende Massivbauteil dagegen hat eine Putzoberfläche, sodass auch die Geschichte des Hauses lebendig und ablesbar bleibt. Eine Vereinigung von Vergangenheit und Moderne auf höchstem ästhetischem Niveau.

Projekt Fakten
Objekt
Wohnhaus in der Steiermark
Bauherr
Architekt Jürgen Trixl
Verwendete Produkte
Planer
Bergwerk Architekten ZT GmbH
Ausführende Firmen
Pichler Holzbau

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