Haus B von Smartvoll Architekten: Das dunkelgrau lasierte Holz der Zubauten rückt den strahlend weißen Altbau noch mehr ins Licht. | © Smartvoll Architekten / Dimitar Gamizov
Fenster & Türen

Aus eins mach vier

„Eine kleine, aber bezaubernde Ruine“, nennen Smartvoll Architekten das alte Häuschen liebevoll, das die Bauherren unbedingt erhalten wollten. Und das die Wiener Kreativtruppe mit ihrer beherzten Planung nicht nur in ein, sondern in gleich vier außergewöhnliche Familienjuwelen verwandelt hat. „Addieren statt Demolieren“ war das wertschätzende Entwurfsmantra.

© Smartvoll Architekten / Dimitar Gamizov
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Haus B von Smartvoll Architekten: Das dunkelgrau lasierte Holz der Zubauten rückt den strahlend weißen Altbau noch mehr ins Licht. | © Smartvoll Architekten / Dimitar Gamizov

Nicht als Belastung, sondern als Bereicherung sahen die Bauherren das alte Häuschen auf ihrem Grundstück in Klosterneuburg – und fanden in Smartvoll Architekten Unterstützer, die ihre Sichtweise teilten: „Bestandsgebäude sind atmosphärische Quellen, die jeden blanken Neubau durch ihre Geschichte, ihre Patina und ihren Charme aufwerten“, ist das Wiener Architektenteam überzeugt. Mit viel Fingerspitzengefühl brachten die behutsamen Planer diesen Rohdiamanten so richtig zum Glänzen – und zugleich alle zeitgemäßen Wohnwünsche unter ein, oder besser gesagt: vier Dächer.

Beim Essen kommen die Leut z‘samm

Eine Gefahr bei der Verbindung von Alt und Neu ist nämlich, dass das Bestandgebäude von einem großvolumigen Zubau optisch regelrecht zerquetscht wird. „Deshalb haben wir aus einem Bauteil drei gemacht: den Kinderturm, das Wohnzimmer und den Essbereich“, erzählt Dimitar Gamizov. Geschickt wurden die drei Bauten so platziert, dass völlig unterschiedliche Innen- und Außenräume entstanden sind. Zentrales Herzstück ist der durchlässige Essbereich: Großzügige Fensterfronten öffnen sich nach drei Seiten hin, bilden Blickachsen und vermitteln ein Gefühl von „mitten im Grün“.

Die Küche ist zum Tanzen da

Das „Gravitationszentrum eines jeden Einfamilienhauses“, die Küche, haben die Architekten hingegen ganz bewusst im direkt angeschlossenen Altbau positioniert. „Wir wollten keine Familienfrequenz aus dem Altbau abziehen, sondern einen lebhaften Austausch zwischen Alt und Neu fördern“, erklärt Gamizov. So pendeln die Bewohner permanent zwischen den verschiedenen Bereichen, fühlen sich aber trotz der radikal unterschiedlichen Aufenthaltssituationen innen und außen stets wie in einem großen Ganzen: Während ein Teil der Familie noch auf der Südterrasse frühstückt, ist im Kinderturm schon Geburtstagsparty angesagt – und vier Väter chillen in der Nische zwischen Altbau und Wohnzimmer bei einem Glaserl Weiß aus den umliegenden Weinbergen.

Aus dem richtigen Holz geschnitzt

Die drei Zubauten fungieren quasi als Passepartout, wie ein hölzerner, elegant grau glänzender Hintergrund, der den strahlend weißen Altbau noch mehr ins Licht rückt: Sie wurden von der burgenländischen Gerhard Unger Holzbau-Meister GmbH mit einer Fassade aus vertikalen Lärchen- Latten errichtet, die zuerst mit Lignovit Lasur von ADLER im Farbton Puma grundiert und anschließend mit Lignovit Platin im Farbton Onyxschwarz veredelt wurden. Auch im Innenbereich dominiert Holz: Die natürliche Schönheit der Fichten-Wandvertäfelung hat die Kärntner Tischlerei Wolfgang Gallant mit ADLER Legno-Öl unterstrichen, das ebenfalls für die Arbeits- und Tischplatte in der Küche zum Einsatz kam. Die Fronten der Küchenzeile schützt ADLER PUR-Antiscratch G30, so wie das mit ADLER Pigmopur Tannengrün lackierte Staumöbel unter dem Tisch – eine raffinierte moderne Ergänzung des teils erhalten gebliebenen Mobiliars im Altbau. Ersetzt wurden hingegen dessen Fenster – und zwar durch klassische, mit ADLER weiß lackierte Massivholzfenster von Katzbeck. Für die drei Zubauten kamen Holz-Alu-Fenster zum Einsatz, die im Innenbereich natürlich ebenfalls mit einer eleganten ADLER-Oberfläche überzeugen. So wie das gesamte Projekt überzeugt: Altes erhalten, um Neues zu ermöglichen – hier wurde ein echter Schatz geborgen!

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