Der schwarze Pavillon

Im Rahmen seines Stipendiums an der Villa Massimo in Rom setzte der Münchener Künstler und Architekt Fabian Wagner ein spektakuläres Design-Build-Projekt um: Einen eleganten schwarzen Pavillon, der flexibel als bewohnbares Möbel, Veranstaltungsraum, Begegnungs- und Rückzugsort genutzt werden kann.
01.08.2023

Die Stipendien der Villa Massimo der Deutschen Akademie Rom zählen zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Künstler. Während des zehnmonatigen Aufenthalts steht den Malern, Schriftstellern, Musikern und bildenden Künstlern ein Atelier in der Villa zur Verfügung, darüber hinaus werden regelmäßig Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert. Fabian Wagner, Stipendiat der Saison 2022/23, bespielte sein Studio in der Villa Massimo mit einem eigens dafür geplanten und gebauten Pavillon. Aufgebaut wurde der Pavillon im Studio 1 der Villa Massimo, wo er als bewohnbares Möbel und für Ausstellungen diente. Später übersiedelte er in den Park der Villa Massimo und wurde darüber hinaus auch noch bei einem Musikfestival am Gasometer in Rom eingesetzt.

Flexible Nutzung

Der schwarze Pavillon wirkt mit seinem dunklen Anstrich auf dem ersten Blick wie ein modernes, exklusives Gartenaccessoire. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch rasch sein einzigartiges Design auf. Zwei aneinandergestellte Sparren bilden einen archaischen, zeltartigen Raum. Präzise gesetzte Kreisausschnitte und beweglichen Dachflächen dienen zur Belichtung und ermöglichen Aus- und Einblicke. Beschichtet wurden die Seekiefer-Sperrholzplatten des Pavillons mit Pullex 3in1-Lasur im schwarzen Farbton LW03/5 Leopold, die ADLER für dieses außergewöhnliche Projekt kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Die hochwertige Lasur garantiert besten Witterungsschutz, der für die Aufstellung des Pavillons im Freigelände erforderlich ist, und gestaltet zugleich eine homogene dunkle Oberfläche, die die Maserung des Holzes elegant zur Geltung kommen lässt. In Verbindung mit der dunklen Tonalität entsteht im Inneren ein Negativraum, der zu intensiven Ausblicken in die umliegende Landschaft und einer intensivierten Wahrnehmung der Natur einlädt. Ein Perspektivwechsel wird durch die individuelle Anpassung von Größe und Art des Ausblicks durch die beweglichen Dachflächen möglich. So entstehen im Wechselspiel von Farbe und Licht immer neue Situationen von Ausblick, Licht und Raum.

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