© Mario Webhofer
Holzbau und Fassaden

Harmonie der Gegensätze

Bauen ist immer eine Frage der Balance. Wie viel Offenheit lasse ich zu, wie viel Rückzugsraum will ich schaffen? Wer erhält welche Einblicke? Welche Teile meines Reiches öffne ich für Besucher, wo bleibe ich lieber für mich? Unisono-Architektin Claudia Gast hat diese Gegensätze im Haus für ihren Bruder und seine große Familie gekonnt in Einklang gebracht.

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Unisono: Der Name des Innsbrucker Architekturbüros kommt nicht umsonst aus der Musik. Da wie dort gilt es, verschiedenste Stimmen in Einklang zu bringen. „Wir sehen die Aufgabe des Architekten als die eines Dirigenten, der sein Orchester entsprechend besetzt und dieses in Harmonie leitet“, heißt es auf der Homepage der Planungsexperten. Die erste Geige spielt dabei natürlich der Auftraggeber mit seinen Wünschen – nicht nur, wenn es sich zufälligerweise um den Bruder der ausführenden Architektin Claudia Gast handelt.

Gut bedacht

Im kleinen Außerferner Ort Holzgau, in dem beide aufgewachsen sind, wollte er einen Rückzugsort für sich und seine Familie schaffen. Seine große Familie: Denn schließlich galt es, neben der Ehefrau auch fünf Kinder – vom Kleinkind bis zum fast erwachsenen Teenager – samt ihren individuellen Bedürfnissen unter ein Dach zu bringen. Und deshalb wurden es gleich zwei Dächer. Nur Vordach wollte er definitiv keines. Eine weise Entscheidung, die dem Gebäude nun seinen außergewöhnlichen Charakter verleiht. Genauso wie der zweite tonangebende Wunsch des Hausherrn: Schwarz sollte sein Heim sein!

Gut gestrichen

Dafür steckten Claudia Gast und ihre Kollegin Susi Matt die beiden durch einen lichtdurchfluteten Zwischenraum verbundenen länglichen Baukörper in eine hölzerne Hülle: Der Fichtenlatten-Vorhang wurde mit der Pullex 3in1-Lasur von ADLER erst zwei Mal im Farbton Puma und anschließend noch im Farbton Onyxschwarz gestrichen – vom Bauherrn selbst und einigen fleißigen Helfern. Sogar über einige Fenster zieht sich die Lattung. So bildet sich zur Straßenseite hin und nach Süden fast eine geschlossene Front, während in den anderen beiden Himmelsrichtungen dank großer Glasflächen um den abgeschotteten Garten- und Innenhofbereich Offenheit dominiert.

Gut gestaltet

Die Verbindung von Gegensätzen setzt sich auch im Innenraum fort. Hier der abgetrennte Rückzugsort für die Eltern und auch für die Kinder, dort der großzügige gemeinsame Wohn- und Ess- und Spiel- und Lebensraum. Und auch in der Gestaltung regiert der Kontrast: Zu den hellen Wänden und Dielenböden und den – ebenfalls mit ADLER – weißlich lasierten Fenstern gesellen sich Möbel und Einbauten, die die Melodie der Fassade elegant weiterspielen. Dafür setzte Claudia Gast auf die Expertise der Tischlerei Falgschlunger aus Patsch, die sich als hochwertiger heimischer Player im Einrichtungskonzert einen Namen gemacht hat. Und Falgschlunger verlässt sich wiederum auf Beschichtungen von ADLER: Die dunklen Türen, Wandelemente, Küchenschränke und Bücherregale wurden mit ADLER Arova Spritzbeize Schwarz gebeizt und zwei Mal mit ADLER Legnopur ablackiert. Für die hellen Braunesche-Flächen kam die Beize ADLER Arova Aqua-Style im Farbton London und ebenfalls ADLER Legnopur zum Einsatz. So erntet das Haus nur Lobeshymnen, in die alle einstimmen – unisono!

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