© W. E. Sageder

Stille Oase im Ortszentrum

Flexibel und kostengünstig. Großzügig und robust. Wohnlich und barrierefrei: Jedes Lebensalter stellt andere Anforderungen an den Wohnraum. Während junge Familien in erster Linie viel Platz und eine unkomplizierte Einrichtung benötigen, steigen mit höherem Alter auch die Ansprüche an Sicherheit und Bequemlichkeit. Mit einem eingeschoßigen Atriumbau beweist das Büro Steinkogler Aigner Architekten, dass barrierefreier Komfort und gestalterische Eleganz kein Widerspruch sind.

© Martin Bilinovac
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Bisher hat die Familie S. in der Abgeschiedenheit einer ländlichen Umgebung gelebt. Für den neuen Lebensabschnitt beschloss das Ehepaar, ins oberösterreichische Molln zu übersiedeln, wo eine bequeme Infrastruktur – von Einkaufsmöglichkeiten über ärztliche Versorgung bis hin zur Anbindung an den öffentlichen Verkehr – zur Verfügung steht. Auf größtmögliche Ruhe und Privatheit wollte die Familie jedoch auch am neuen Wohnort nicht verzichten. Um diesen Anspruch zu erfüllen, konzipierte das junge Wiener Architekturbüro Steinkogler Aigner Architekten in enger Zusammenarbeit mit dem künftigen Bewohner den Neubau als eingeschoßiges Atriumhaus. Nach außen hin gibt sich der Holzbau verschlossen, nur wenige Fensteröffnungen erlauben Einblicke in den Innenraum. Die Pullex 3in1-Lasur von ADLER im dunklen Farbton „Darth Vader“, mit der das Holzbauunternehmen Aigner die sägeraue Fichten-Fassade beschichtet hat, verstärkt diesen Eindruck noch. Im Zentrum öffnet sich das Wohnhaus dagegen mit großzügigen Fensterelementen zum Atrium, dem Herzstück des Baus: Es fungiert als von allen Seiten her zugänglicher Aufenthalts- und Rückzugsraum, versorgt den Innenbereich mit Tageslicht, schützt ihn aber gleichzeitig vor Lärm und unerwünschten Einblicken.

Wohnen im Tageslauf

Die Anordnung der Wohnräume entspricht dem Tagesablauf: Vom Vorraum betritt man die geräumige Essküche, in der auch die Gäste empfangen werden. Einen Blickfang bildet hier der markante Tisch, der aus dem Stamm einer 1.000-jährigen Eiche aus dem Mostviertel gestaltet wurde. In der Küche aus astiger, gebürsteter Eiche sorgen dunkelgrüne Flächen für elegante Akzente. Für eine gleichmäßige und widerstandsfähige Oberfläche griff die Tischlerei zum Möbellack ADLER Pigmopur im Farbton Pesto, der auch für den Schlafzimmer- Schrank, das Sideboard im Wohnzimmer und die Badezimmer-Einrichtung verarbeitet wurde. Denselben natürlichen Grünton nimmt die Sitzecke an der Stirnseite des Esszimmers auf, deren Rückwand mit der wohngesunden Innenraumfarbe Aviva Tiromin Color von ADLER gestrichen wurde. Im Übergang vom Ess- zum Wohnbereich, der durch den Kamin markiert wird, verengt sich das Gebäude und verwandelt das Wohnzimmer so in einen intimen Rückzugsort. Daran schließen sich Schlafbereich und Badezimmer an, die ebenso wie alle anderen Räume barrierefrei erreichbar sind.

Nachhaltige Qualität

Aus demselben Grund haben die Architekten auch auf einen Keller verzichtet – sämtliche Abstellräume sowie die Haustechnik sind in einem gesonderten Baukörper untergebracht. A propos Haustechnik: Beheizt wird der Holzbau mit Erdwärme, denn die Architekten legen sich nicht nur bei der Gestaltung die Latte hoch, sondern auch in punkto Nachhaltigkeit. Daher haben Michael Aigner und Rudolf Steinkogler bei der Wahl der Materialien sowie der ausführenden Unternehmen konsequent auf Ökologie und Regionalität geachtet: Das Holzbauunternehmen Aigner ist in Molln selbst ansässig, das Holzstudio Schmidthaler im wenige Kilometer entfernten Leonstein, und auch nach Kopfing im Innkreis ist es nicht weit: Dort ist die Zentrale des oberösterreichischen Fensterund Türenherstellers Josko, der die Holz-Alu-Fenster für den Neubau gefertigt hat. So fügt sich das neue Eigenheim der Familie S. nicht nur gestalterisch, sondern auch in seiner Umsetzung homogen in die Region ein und bietet dennoch ein abgeschlossenes Refugium der Stille und Privatheit.

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